Mariechen. Verfolgung, Verrat und Vernichtung einer Jugendlichen

19.02.2026 14:00 - 17:00 Uhr

Kreismuseum | Herrlichkeit 65, 28857 Syke | 0 42 42 / 9 76 43 30 | www.kreismuseum-syke.de

Leben und Tod eines Sinti/Roma-Mädchens in der NS-Zeit (bis 6. April)

Im Rahmen einer umfangreichen Sonderausstellung veranschaulicht das Kreismuseum Syke den Lebensweg von Mariechen (1927 bis 1944), die als Angehörige der Sinti bzw. Roma bis zum Alter von 14 Jahren in einer Pflegefamilie in Heiligenrode im heutigen Landkreis Diepholz lebte. Bereits in Heiligenrode aufgrund ihrer Herkunft ausgegrenzt, beginnt nach einem Umzug nach Bremen die systematische Verfolgung Mariechens. Sie wird nach einem Prozess vor dem Erbgesundheitsgericht zwangssterilisiert, später über Hamburg nach Auschwitz und von dort nach Ravensbrück deportiert, wo sie wenige Tage nach ihrem 17. Geburtstag stirbt.

Anhand der Erinnerung Überlebender, privater Fotografien und der bis heute erhaltenen Dokumentation ihrer Verfolgung und Vernichtung in Bremen hat das Kreismuseum Syke in Zusammenarbeit mit dem Historiker Hans Hesse Mariechens Leben rekonstruiert, das von Fremdbestimmung und Zuschreibung geprägt war. Mit der Sonderausstellung soll ein neuer Blick auf Mariechen ermöglicht und die Frage eröffnet werden, was sie als Menschen ausmachte.

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